hier sollten sie, wie mich deucht, gar nicht seyn, oder wenig-stens sollte nur etwas davon, ganz in der Ferne, gezeigtwerden.
Jacob, der nun auch Benjamin schickt, vonTempeste. Wie viel hätte hier gesagt werden können;und wie wenig ist gesagt worden! Jacob ist hier gar nichtseiner Kinder beraubt. Nur Ein Bruder ist mit Benjaminbeim Abschiede, die andern reisen schon fort. Wie viel an-ders würde dieses Stück geworden seyn, wenn Jacob mitviel mehr Betrübniß, als hier abgebildet worden ist, in derVersammlung aller seiner übrigen Söhne, von BenjaminAbschied nähme.
Ich bin Joseph! Lebt mein Vater noch? Niemalshaben wenigere Worte mehr edle Leidenschaft ausgedrückt.Ein Maler, der die Empfindungen Josephs und seiner Brüderhierbei völlig ausdrückte, hätte genug gethan, seinen Namenunsterblich zu machen. Unter andern hat Hoet wenig davonerreicht.
Voucher, der mythologische, und kleine angenehme Vor-stellungen nach unfern Sitten, vortrefflich zeichnet, hat esauch unternommen, Jacobs Ankunft in Egypten zumachen. Cr hat sie nicht wenig enjolivirt.
Es giebt eine ernsthafte Grazie der Gemälde. Die istdiejenige, welche in den Werken der Griechen, auch in denen,die am meisten tragisch sind, herrscht. Wenige Franzosenhaben dieselbe. Aber Ai-sees haben viele. Diese schicken sichschon für viele ernsthafte Materien nicht, besonders nicht indem Grade, in welchem sie die Franzosen gewöhnlich an-bringen. Diejenigen, die diesen Styl am weitesten treiben,verderben die besten Materien durch Cnjvlivemens, wie manihren Ausdruck angefangen hat zu nennen. Man hat mir