Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
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liegt. Kaum ist dieser Maler wcrth ein andres Stück, dasder Schutzengel heißt, gemacht zu haben. Der Engel undder Knabe, den der Engel hält, und gen Himmel weist, sindbeide sehr edel.

Der reiche Mann auch von Feti. Bei der Tafel isteine Statue einer Pomone, der ein junger Faun einenFruchtkorb hält.

Johannes, der in der Wüste predigt, von Mola.Unter den vielen ernsthaften Zuhörern steht ein Mohr aneinem Baume in einer komischen Aufmerksamkeit. Bei Jo-hannes weidet ein Lamm. Es ist wahr, daß es sehr schönweidet; aber dieß kann mich doch nicht mit dem falschen Ge-danken aussöhncn, daß man eine Vergleichung malt, die ineiner Rede gebraucht worden ist.

Christus, der sein Kreuz trägt, von AndreasSacchi. Es ist wenigen geglückt, unserm Erlöser eine soerhabne Miene zu geben, und ihn auf eine so würdige Artleidend vorzustellen, als diesem Maler. Wenn dieses vor-treffliche Stück dadurch nur nicht so viel verlöre, daß dieVeronica das auf dem Tuche abgedrnckte Gesicht Christi zeigte.Wenn diese Geschichte auch keine Legende wäre, so gehörte siedoch gar nicht hierher.

Paul Veronese hat die Jünger von Emaus,wie sie Christum erkennen, zweimal gemacht. DieStücke sind in Betrachtung der Hauptpersonen vortrefflich.Allein es ist sonderbar, daß ein so großer Mann beidemalKinder mit Hunden unter dem Tische spielen läßt, und dießnoch dazu das einemal ans eine so komische Art, daß manin dieser Vergleichung, von der Werft sein völlig ansgemaltesKaninchen, da Adam und Eva die Stimme ihres Richtersim Garten hören, gern verzeiht.