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Nothdurft, liebten sie ihre Dichter und ihr Vergnügen zusehr, um es, wie wir, zu machen. Wir setzen uns in einenWinkel, sehen den Schall, und fühlen daher das Gedichtkaum halb. Was hatten die Griechen nicht, und was ver-lieren wir, das Vergnügen der gesellschaftlichen Thcilnehmungdes Ohrs und der lebhafter» Empfindung des Gedichts, dievon jenem doppelten Vergnügen war verursacht worden.
Minna. Könnte man nicht öffentliche Vorlesungen ver-anstalten?
Selmer. Wie leicht wäre das, besonders wenn unsVorleserinnen, die Ihre Stimme hätten, in freundschaftlichenZusammenkünften zeigen wollten, wie wir es in Versamm-lungen machen müßten.
Selmer. Sie hörten diese Strophe mir wenigerer Auf-merksamkeit an, als die vorigen.
Minna. Ich kann ihnen nicht leugnen, ich dachte andas, was Sie vorher von dem genauen Ausdrucke des Syl-benmaßes in der Musik sagten. Ich möchte mir gerne einenbestimmten Begriff von der Art machen, auf welche dieGriechen bei der metrischen Cvmposition verfuhren.
Selmer. Ich bin nicht im Stande, auf andre Weiseetwas hierzu beizntrageu, als daß ich Ihnen einige Stellenaus den Theorien der Griechen übersetze. Nach diesen wurdencomponirt:
der PyrrhichiuS im kurzen Niederschlage und kurzenAufschläge;
der doppelte Pyrrhichins in zwei kurzen Niederschlä-gen und zwei kurzen Aufschlägen.