Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
42
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Minna. Ihr Blatt. Ich muß es selbst durchlescn.Haben Sie die Versart schon heraus, Wcrthing?

Werthing. Es kommt mir so vor.

Minna. Wenn Sie Ihrer Sache gewiß sind; so schwei-gen Sie. Dieß ist Ihre Versart, Selmer. Je gewisser ichmeiner Sache zu scpn glaube, desto weniger müssen Sie michauslachen, wenn ich's nicht getroffen habe; sonst werde ichböse, und nicht in Scherze böse.

Werthing. Es ist mir sehr angenehm, daß Sie es nichtin Scherze werden wollen; aber schreiben Sie.

Minna. Noch einen Augenblick.

Der Didymäns ist der herrschende Fuß, (an dessen Stelle,der Aehnlichkeit wegen, der JvnikuS auch wohl einmal gesetztwird) der Anapäst derjenige, der am öftesten mit ihm ab-wechselt; der Bacchens, der am seltensten verkömmt. Dergewöhnlichere Ausgang ist der Daktpl und Kretikns.

Selmer. Heiners, wollen Sie Richter seyn: Ob ichMinna böse machen kann? Da haben Sie unsre beidenBlätter.

Heiners. Ich muß Ihnen gestehn, daß ich nicht genaugennng Achtung gegeben habe.

Minna. Oder haben Sic vielleicht noch eine andreUrsache, daß Sie den Ansspruch nicht thnn wollen?

Heiners. Lassen Sie mir wenigstens etwas Zeit.

Minna. Ich kann das nichtabwarten. Sagen Sie mir,Selmer, Hab' ichs getroffen, oder nicht?

Selmer. Ich wollte jetzt, ich hält' es nicht schon so oftgesagt, daß Sie eine sehr angenehme Znhörerin sind.