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Fünfunddreißigstes Kapitel.
Ei» großer Anflaaf, de» ein »»kommender Courier verursacht.
Die Braut war fort, der Weg zu einem Hofamte ver-schlossen: unser Held hatte folglich in der Residenz nichtsmehr zu schaffen, und konnte nach Hause reisen, wenn erwollte. Er sehnte sich auch herzlich nach der Ruhe desLandlebens; ihm war nur bange, daß er von seinem Va-ter übel empfangen werden möchte. „Was hilft das Zau-dern?" sagt Gcbler. „Frisch gewagt ist halb gewonnen,und ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. — Dochhalten Sie es für gut, gnädiger Herr, so will ich erst mei-nen Freund Niemand, der ein sehr verständiger Mann ist,um Rath fragen."
Ortlieb hatte nichts dagegen. Gebler ging zu seinemOrakel, und meldete ihm den neuen Vorfall: denn die al-tern waren ihm schon zuvor nach und nach bei der Wein-flasche vertraut worden. Herr Niemand ereiferte sich schreck-lich über Madame Tarantel. „Das Weib hat Erscheinungenoder ist rein toll!" fuhr er auf. „Aber des FräuleinsAeltern werden das eigenmächtige Schelten und Waltenmit ihrer Tochter gewiß nicht billigen. Darum ist meinwohlmevnender Rath: ihr wartet den Ausgang der Sachehier ab; denn da der alte Herr ein so pünktlicher und be-dachtsamer Mann ist, so würde er ohne Zweifel die unbe-