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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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mann, ehe noch Örtlich einen Laut zu seiner Vcrtheidigunganfbringen konnte. Er schlich kopfhängend nach Hause,und es ward ihm bei den unbegreiflichen Beschuldigungen,womit man ihn von allen Seiten angriff, immer glaubli-cher, daß ein böser Zauberer sein ^piel mit ihm treibe.

Es verging indessen nachher eine ruhige Woche, ohnedaß er ein neues widriges Begegniß erfuhr. Aber diesenWaffenstillstand kündigte folgender Brief an:

Sie sind mir ein wahrer Phänomen! Nach Ihrem An-sehen sollte man glauben, Sie könnten nicht bis aus Dreizählen: aber Sie sind ein Wolf im Schafskleide, denein feindseliges mir feindseliges Fatum hierher führte.Sie und Ihre abenteuerlichen Streiche setzen meine Er-ziehungsanstalt in Gefahr, ihren seit zwanzig Jahren be-haupteten guten Ruf zu verlieren. Bei Nacht Serena-den, am Tage Gallopadcn vor meinen Fenstern! wasmuß die Welt von mir und meinen Zöglingen denken! Und immer schleicht Ihr alter Geschäftsträger, dersich durch seinen abscheulichen Mantel bemerkbar und zumKinderspott macht, wie ein Gespenst um's Hans, undlauert aus Gelegenheit, Briefe an Fräulein von Ellerbachhineinzupaschcn. Fruchtlose Mühe! Alle Ihre Briefe kamen inmeine Hände; ich verbrannte wenigstens ein Dutzend, ohneVerletzung des Siegels; doch den letzten zu erbrechen, riethmir ein guter Engel, und ich fand staunend, daß Siemit dem Plan umgehen, Helenen zu entführen. Ichdanke dem Himmel, daß ich diesen heillosen Anschlag ent-deckte, Wär' er Ihnen gelungen: er hätte den gänzlichenVerfall meiner Pensionsanstalt zur Folge gehabt. Dochdie Gefahr ist vorbei. Ich habe Fräulein Helenen, umsie allen weitern Nachstellungen zu entrücken, ihren Ael-tcrn zurückgesendet. Sie ist gestern unter ficherm Geleit