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Günmddreißigstes Kapitel.
Ein kleiner Snndenfall, von unnngenchlnen Folgen begleitet.
Ortlieb befand sich in seiner neuen Wohnung vortreff-lich. Sie enthielt unter andern Bequemlichkeiten ein statt-liches Sopha, auf dem er einige Tage von seinen bisheri-gen Ermüdungen ausruhte. Auch Herr Uhrmaun war mitseinen Nachbarn zufrieden. Nur Geblers Stiefeln lärmtenihm zu viel. Sie waren zwar nicht — wie es jetzt inParis Mode ist — mit silbernen Platten, in Gestalt einesHufeisens belegt, aber mit eisernen Nägeln beschlagen, diesich nicht auf den Kopf treten ließen, ohne darüber sehrlaut zu werden. Von diesem unlieblichen Getrampel be-freite sich Herr Uhrmann durch ein Paar leichte, mit Filzbesohlte Pantoffeln, die er Geblern mit der Bedingungschenkte, sie fort und fort im Hause zu tragen. Das thatder gutwillige Schneidermeister recht gern, und trieb seineGefälligkeit so weit, daß er allezeit, wenn er aus- undeinging, an der Hausthüre Uolais machte und seine Fuß-bekleidung dort wechselte.
Nach drei oder vier in weichlicher Ruhe verträumtenTagen dachte Junker Ortlieb wieder ernstlich daran, wa-rum er sich eigentlich in der Residenz befand. Im Hauseder Madame Tarantel war freilich jetzt nichts auszurichten;aber er sollte sich auch um eine Hofstelle bewerben und in