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schüchtern. „Das freut mich!" rief Jener. „Sic sindmir deßhalb doppelt willkommen."
Herr Uhrmann — dicß war der Name des Alten —schloß nun die eiserne Thür auf und nöthigte die Gästein sein Wohnzimmer, in welchem die ängstlichste Ordnungherrschte. Winkel - und wagcrecht standen die Stühle nachder Richtschnur gestellt; ihre Entfernung von einander warmit dem Zirkel gemessen; und hätte man auf den sämmt-lichen spiegelblanken Gcräthschaften oder auf dem Fußbodenmit dem größten Fleiß ein Stäubchen gesucht, es wärenicht zu finden gewesen.
„Ich bin ein Stadtcrcmit;" — begann Herr Uhrmann— „ich habe seit zwanzig Jahren keinen Baum und keinGras gesehen, und fast eben so lange bewohnte ich diesesgeräumige Haus ganz allein. Doch der Krieg, der allesaus den Angeln der Gewohnheit und Ordnung hebt, zwangauch mir bewaffnete Hausgenossen ans. Ich überließ ihnendas Erdgeschoß, und gab mit vollen Händen, was sic ver-langten, und mehr als sie verlangten, um hinter meinenvier Thüren vor ihnen Ruhe zu haben. Sie führten sicherträglich auf, und bei dieser Gelegenheit gewöhnt' ichmich, einen Theil meines Hauses fremden Personen znüberlassen. Ich hätte das zwar nicht nöthig; doch ich binein scharfer Rechner. Mein Haus, das mir Kriegslastenans den Hals zog, muß mir nun auch die Nachwchcn über-stehn helfen."
Er bot hierauf dem Junker das ganze Parterre füreinen, nach Verhältnis; des Raumes mäßigen Zins an.
Ortlieb schlug diesen Antrag aus. „Mein Papa," spracher, „hat mir ausdrücklich untersagt, ans ebener Erde zuwohnen, weil man da dem Anlauf des Straßenpöbels,