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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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245
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Dreiundzwanzigstes Kapitel.

Der redliche Diener. Ein Gemälde noch dem Leben.''

Die Hauptsorge der geschäftigen Eltern war die Wahleiner Person, die den jungen Herrn in die Hauptstadt be-gleiten und immer um ihn seyn sollte, daß ihm kein Leidwiderfahre. Sein frommer Hofmeister konnte ihm nichtdahin folgen, weil er eben jetzt den längst erwarteten Ruferhalten hatte, die Schäslein eines Dorfes geistlich zuweiden. Arbogast's Livreebedienten waren allenfalls ge-schickt genug, Kleider und Schuhe zu bürsten; aber zu ei-nem Alles in Allem, wie es jetzt nöthig war, taugte kei-ner. Hierzu fand man, nach langem Berathschlagen, unterden gesammtcn Bewohnern des Schlosses einen einzigenMann tüchtig, ungeachtet sein Aeußeres mit dem Prunkund dem Geiste der Residenz kaum vereinbar schien.

Gebier so hieß dieser Mann war ein angehenderGraubart zwischen fünfzig und sechzig Jahren. Er hattevor Zeiten das Schnciderhandwerk getrieben, sich aber indiesem Fache, so viel wir wissen, keinen besondcrn Ruhmerworben. Wenigstens war das bekannte Sprichwort:Klei-der machen Leute," durch die Schöpfungen seiner Nadelund Scheerc gewiß nicht entstanden. Das konnte man

? Dieses Kapitel widmet der Verfasser seinen Verwand-ten zur Erinnerung an einen abgeschiedenen Getreuen.