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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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Die breiten Steine der Straßcnmitte überlaß Krakeelern,die darauf herumstrotzen und Händel suchen. Geh aberauch nicht zu nah an den Häusern, damit dir kein Dach-ziegel auf den Kopf falle.

Führ' immer Steine in der Tasche, um den Anfall beißi-ger Hunde durch eine lebhafte Kanonade von dir abzu-wehren.

Drücke den Hut tief in die Augen und wende sie ab,wenn dir ein üppig entblößtes Frauenzimmer begegnet.Je mehr sich eine Tochter Eva's mit ihrer Tracht in denStand der Unschuld versetzt, desto weniger unschuldig ist sie.

Begegnet dir auf der Straße ein junger Mensch, dernoch keinen Bart, aber eine Brille vor den Augen hat,so geh ihm weit aus dem Wege: denn cs ist Tausendgegen Eins zu wetten, daß ein solcher glasäugigcr Gelb-schnabel nicht blödsichtig, sondern blödsinnig ist.

Verlaß deine Wohnung so selten als möglich. Innenist Sicherheit, draußen Gefahr. Der größte Schritt, sagtein altes Sprichwort, ist der Schritt aus der Thür.

Reize deinen Barbier nicht zum Zorn, und laß ihnkeine beträchtliche Menge Geld sehen. Ein solcher Mensch,mit dem Schermcfscr an deiner Kehle, ist Herr deinesLebens.

Liebe die Menschen; aber reiße den Zaun der Zurück-haltung zwischen dir und ihnen nicht nieder.

Laß dich von Schmeichlern nicht verblenden. Sie sindschlimmer als Raben. Diese hacken nur den Tobten, jeneden Lebendigen die Augen aus.

Legt man dir etwas in den Weg, so stolpere nicht da-rüber, und geh lieber einen weiten Bogen herum, als daßdu dich zankst.

Vertraue niemanden das geringste: und sollte dich je-