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Kraft. Es ist wahr, er zeigt wenig Anlage, ein zierlicherWeitling zu werden: er ist etwas eckig, ungelenk und um-ständlich : aber was thut das? Ist der Kern gut, so über-sieht man die rauhe Schale. Ich wenigstens betrachte dieMenschen nicht wie die Zimmtbäume, an welchen die Rindedas Beste ist. — Kurz, Ortlieb ist mein Mann! und war'ich reich und hält' eine Tochter: kein Anderer als er solltemein Schwiegersohn werden!" —
Herr von Ellerbach und seine Gemahlin wechselten be-deutende Blicke. „Wie kommt Ihr denn heute zu dieserbegeisterten Sprache?" begann Jener. „Man hat Euchin Runenstein wohl gar zum Brautwerber gedungen?"
„Nein, das geschah nicht;" versetzte der Lieutenant. „Aberman fragte viel nach Fräulein Helenen, und hörte allesSchöne und Gute, was ich von ihr erzählte, mit besonde-rer Theilnahme an."
„Ist das wirklich so, wie Ihr sagt ?" sprach Herr vonEllerbach.
„Auf mein Wort!" erwiedcrtc Löffler. „Sic wissen, daßich weder heuchle noch schmeichle."
„Nun gut!" sagte Jener. „So erfolgt doch wohl, ehewir's uns versehen, eine Anwerbung."
„Das glaub' ich nicht, Herr von Ellerbach, ungeachtetich den jenseitigen Wunsch, ein solches Bündniß mit IhremHause zu schließen, nicht im geringsten bezweifele."
„Und wenn dem so wäre, warum sollten die Leute nichtmit der Sprache hcrausgchn?"
„Weil sic, mit Einem Worte, zu zaghast sind;" antwor-tete Löffler.
„Dann muß man ihnen Muth machen und die Zungelösen;" sprach Ellerbach. Er entdeckte nun dem Lieutenant,was er im Sinne hatte und zeigte ihm die zu diesem Be-