-»§> 218 «Aa-
sten Antiken und anderer Merkwürdigkeiten, geöffnet ward.Der große Haufe gaffte stumm; das kleine" Häuflein derbesser unterrichteten, aber bescheidenen Männer gönnte demEigentümer seinen süßen Wahn, und bestärkte ihn sogardurch zweideutiges Lob darin: aber drei oder vier gelehrteTölpel — cs gab deren zu allen Zeiten — sagten ihmvor vielen Ohrenzeugen ins Angesicht und predigten vonden Dächern, daß sein ganzer Raritätcnkram ins Aus-kehricht gehöre.
„Der Neid spricht ans ihnen!" sagte Cornelius tröstendzu sich selbst, und es ist wohl wahr, daß der Dämon desNeides in vielen Gelehrten — auch nur sogenannten Ge-lehrten — wohnt, und nicht nur Weiß in Schwarz vorihren Angen verwandelt, sondern sie auch zu tölpelhaftenund hämischen Urtheilen übewdcn Beneideten verführt. —Aber hier war dieser Unhold nicht im Spiele. Die Gro-biane hatten, ihre Grobheit abgezogen, vollkommen Recht.Darauf trotzend, fuhren sie auch fort, des Doctors gelieb-tes Steckenpferd eine unnütze Mähre zu schelten, und ihnsogar in Zeitungen und Journalen an den Pranger der Un-wissenheit zu stellen.
Er grämte sich krank, legte sein Lehramt nieder, flohins Dunkel eines Landstädtchens, ergötzte sich im Stillenan seinem Plunder, sah sich aber bald durch Mangel ge-zwungen, ein Stück nach dem andern zu veräußern und inBrod zu verwandeln. Sein Markt ward in der umlie-genden Gegend berühmt und häufig besucht. Er verfuhrmit reichen Ignoranten, wie man mit ihm verfahren hatte;nur mit dem ehrenhaften Unterschiede, daß er fest und in-nig glaubte, er bediene seine Kunden sehr redlich.
Herr von Ellerbach reiste zu ihm. Das Haus, woriner wohnte, war so klein und enge, daß er die Grenzen