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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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anständigern Knabenspielen z» vergnügen und im Freienherum zu schwärmen. Er ging immer gemächlich undlangsam, wie ein altes Männlein, und bewegte sich nuretwas rascher auf dem Wege von seiner Küche zur väter-lichen, wo er oft nachfragte, was Mittags gespeist werde.Ungeachtet aber seine Sprünge bei dieser Gelegenheit höchstunbedeutend und gefahrlos waren, so rief der Vater dochstets mit Augst und Zittern:Liebchen, geh sachte!"

Der kleine Koch war schon acht Jahre alt, als erst fürihn ein Hofmeister verschrieben wurde. Herr von Runen-stein wandte sich deßhalb an einen berühmten Professor,der ein gelehrtes Commissionsbüreau unterhielt, und immerjunge Pädagogen bei der Hand hatte, die er auf Ver-langen mit umgehender Post absenden konnte. Auch nachRunenstein spedirtc er unverzüglich ein tüchtiges, mit allencrfodertcn Eigenschaften versehenes Subjekt. Es war einKopfhänger und Leisetreter ohne Gleichen. Um so mehrgefiel der fromme Magister seinem Prinzipal, und sie leb-ten volle siebzehn Jahre im besten Vernehmen mit ein-ander. So lange dauerte Junker Ortliebs Hanserziehung,die man eine geistige Stallfütterung nennen konnte,weil er während derselben von der Außenwelt nichts zusehen und zn hören bekam.

Außerdem ereigneten sich in dieser geraumen Zeit aufdem Schlosse Runenstein nur zwei Merkwürdigkeiten, diehier anfgczeichnct zu werden verdienen.

Die erste war die: daß in demselben Jahre, da der Hof-meister sein Amt antrat, Herr von Ellerbach eine Karteübersandte, auf welcher die Niederkunft seiner Gemahlinmit einer Tochter höchst laconisch gemeldet war. Herr vonRunenstein trieb aber den Lacouismus noch weiter, undersparte sich Antwort und Glückwunsch.

Lluigliein'L sämmtl, Schr. Vlll. B!>.

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