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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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verstcigerung wieder öffentlich sehen lassen; aber die Sehn-sucht nach diesen Köstlichkeiten lockte ihn schon am folgen-den Morgen ans seinem Schlupfwinkel hervor. Er hülltesich, der brennenden Sonne eines heitern Maitages zumTrotz, bis an die Augen in einen dichten Mantel, undtrieb einen Wegweiser zum Auctionshause hastig vor sichher. Schweißtriefend kam er dort an, und hatte das Glück,einige Lanzen zu sehen, die aus den Ecken der Fenstergleichsam auf ihn herab blickten. Sie hatten eine guteehrliche Miene, und er brannte vor Begierde, nähere Be-kanntschaft mit ihnen zu machen; doch der Zutritt wardihm, als er im Hause darum ansuchte, unerbittlich ver-sagt. Der heiße Gang reute ihn dennoch nicht, und erkam so wohlgemuth in den Gasthof zurück, daß er Alwi-na's Bitte, ans den Abend mit ihr ins Theater zu gehen,augenblicklich gewährte. Er hätte sich ohne Zweifel min-der bereitwillig dazu finden lassen, wäre nicht gerade einRitterschauspiel angckündigt gewesen. Das Einzige bedunger sich, daß noch eine Gittcrloge zu haben sepn müsse,weil er wegen der Familie Ellerbach ein strenges Jncog-nito beobachten wollte.

Der sortgesprcngte Lohnbedicnte fand eins der geheime»Schaugemächer noch unvcrmicthct und überbrachte die Ein-laßkarte. Nun entstand, wie vor der Meßreise, die Frage:was während der Theaterzeit mit dem Kinde anzufangensey. Es mitzunchmcn, schien jetzt nicht rathsam. Manbefürchtete, daß cs unter der Vorstellung laut werdenmöchte, und mit solchen Mißtönen wollte man das Publi-kum gern verschonen. Eine sonderbare Bedenklichkeit, dienur einfältige Ländle ute beunruhigen konnte! Das Publi-kum großer Städte muß ja von Unmündigen, die vonder dramatischen Kunst fast eben so viel als ein Säugling