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Viertes Kapitel.
Die rvthe Hand. — Junker Ludolph und seine Wärterin. —Die Ironischen Herrschaften.
Einige Monate später wünschte Alwin«, die Messe einerberühmten, acht bis zehn Meile» weit entlegenen Handels-stadt zu besuchen. Ihr gelüstete nicht, in den anlockendenKaufläden der französischen Modchändlerinnen große Sum-men zu vergeuden: sie überzuckerte im Gegentheil ihremGemahl den Vorschlag der Mcßreise mit der Erklärung,daß sie keinen Thaler für Putz ausgeben, sondern bloshäusliche Nothwcndigkeiten, die auf jenem großen Markt-platze am besten zu haben wären, cinkaufcn wolle. Den-noch stieß Arbogast den so versüßten Reiseplan wie einenWermuthsbecher von sich. Vergebens sang ihm Alwinaeine lange Litanei von fehlenden Hauptbedürfnissen vor.Seine Gegenstrophe klang: man könne das Geschäft desEinkaufs durch Agenten besorgen lassen. Alwina schwieg,und schob ihren Einfall geduldig ins Fach vieler andernbilligen Wünsche, die sich mit Runensteins übertriebenerVorsichtigkeit nicht vereinigen ließen.
Aber dießmal kam ein glücklicher Zufall der guten Frauzu Hülfe. Sie fand in einer Zeitung, die sie früher alsihr Gemahl las, angekündiget: daß während der bevorste-henden Messe eine ansehnliche Sammlung von Harnischen,