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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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stimmten Tage war Auguste, die er noch nie so nahe undso liebenswürdig gesehen hatte, sein einziger Gedanke.

Als er an dem sehnlich erwarteten Tage die Treppe Hin-aufstieg, kam ihm der Nechnungsrath entgegen.Ich mußin die Kanzlei;" sprach er,Ihre Arbeit soll aber dennochheute vor sich gehen. Meine Haushälterin Sabine wirdmich als Beisitzerin vertreten. Nespektiren Sie die ehrlicheFrau, wie mich selbst!"

Damit stampfte er mit seinem dicken Stocke, der demMaler nicht wenig auffiel, die Treppe hinab.

Mit ungewöhnlich vornehmer Miene öffnete Sabine,von der Klingel gerufen, das Vorhaus, befahl dem Maler,ihr zu folgen, setzte die Brille auf die Nase und sich aufden Präsiventeustuhl. Sie paßte noch schärfer auf als ihrHerr, und wollte sich das gegenseitige Anblicken der jungenLeute durchaus nicht gefallen lassen. Es kostete viel Muhe,die gestrenge Frau zur Genehmigung zu bewegen. Bei soscharfer Aufsicht fand Gustav keine Möglichkeit, sich Augu-sten auf irgend eine Weise zu nahen. Er ward von derPräsidentin beschicken, sich über acht Tage wieder einzu-stellcn.

Als er in den Abendstunden desselben Tages nach seinerWohnung ging, sah er den NechnungSrath, nach vorsich-tiger Umsicht, ob ihn etwa ein Vorgesetzter bemerke, inein nahe gelegenes Weinhans schlupfen. Gustav ging ihmleise nach, ohne selbst recht zu wissen, warum. Der Rech-nungsrath trat in die Weinstube; hinter ihm Gustav. Je-ner rief nach seiner Gewohnheit:Kuper, hier ist meinStock; verwahr' ihn gut!" Der Bursch trug das anver-traute Gut in ein Ncbengemach, wohin ihm Gustav hin-ter Nullmanns Rücken folgte.

Erlauben Sie mir doch," sprach er,den wunderbaren