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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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binden Sie ihn mit der Zeit durch die Hand Ihrer lun-gern Tochter noch fester mit sich."

Nein, Herr Graf!" rief Bärcnstein heftig:Alles, wasSic wollen, nur das nicht! Der junge Mensch hat mich,als er noch mein oder vielmehr Adelgundens Schü-ler war, mehrmals verhöhnt und lächerlich gemacht, unddas kann ich ihm, als geborener Edelmann, nimmer ver-zeihen."Er hat aber auch," crwicdertc der Graf,Helenen zwei Mal aus den Netzen eines Wüstlings ge-rettet und die Schuld jener Schülcrstrciche vollkommendamit getilgt." Das gab Bärcnstein zu und widersprachnicht weiter.

Der Graf ließ durch seinen Sachwalter die erforderli-chen Schriften absaffen. Die Erneuung des Adels fandkeinen Anstoß, weil die gehörigen Ahnenbcweise vorhandenwaren. Der Annahme an Kindcsstatt hingegen setzten sichwegen Bärenstcins ehelicher Kinder gesetzliche Schwierig-keiten entgegen. Da er jedoch keinen Sohn hatte, und eshier nur darauf ankam, den Namen von Bärcnsteinnicht erlöschen zu lassen, Rudolph sich auch um die Fami-lie hoch verdient gemacht hatte, so schlug ein Machtspruchdes regierenden Fürsten alle Bedenklichkeiten danieder. Auchdie verbotene Ehe zwischen einem Wahlsohn und einerehelichen Tochter ward in der Folge, gegen Erlegung einerGeldsumme für eine milde Stiftung, dem jungen Wigandvon Bärenstcin und Adelgunden gestattet.

Ehe noch der Graf seinen Vorsatz, sich mit Helenenvon Bärenstein zu vermählen, seiner Mutter eröffnet hatte,fiel sie in eine tödtliche Krankheit und starb. Ein alterreicher Oheim, dessen Erbe der junge Graf war, folgte ihrbald. Beide Erbschaften setzten den Grafen in den unbe-schränkten Besitz von sieben Rittergütern. Was sollte er,