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Hof als Kaufschilling an. Ludwig antwortete: er wurdesich keinen Augenblick bedenken, den Handel zu schließen,wenn er nur versichert wäre, daß ihn der Besitz des an-geborenen Maierhoses reich genug mache, um von demVormunde eines gewissen Mädchens als Freiet angenom-men zu werden. Der Fürst fragte, wie der Vormundheiße; und als er Knolls Namen hörte, sagte er: „Michdünkt, dieser Mann hat mit mir in Geschäften gestanden."Er ließ einen Cabinets-Secrctär rufen, und es entwickeltesich jetzt, daß Herr Knoll der Mann war, der einige Jahrezuvor die Anlegung und Verwaltung eines fürstlichen Ge-treide-Magazins übernommen, aber ein paar tausend Thä-lerchen für Bodenriß und Mäusesraß in Rechnung gebrachthatte, und dcßhalb noch in Untersuchung befangen war.
„Was kann aus der Sache heraus kommen?" fragte derFürst.
„Wenig oder nichts!" antwortete der Secretär. „DieUntersuchung geht noch ihren Gang; der Angeschuldigteläugnet und ist schwer zu überführen."
„Der Prozeß gegen ihn," sagte der großmüthige Fürst,„soll ganz niedergeschlagen werden, wenn er sich zur Ge-nehmigung der gewünschten Hcirath bequemt. Ich erlaube,ihm das in meinem Namen zu sagen, und allenfalls magcs ihm mein Cabinets-Secretär beglaubigen." —
Knoll fiel gleichsam aus den Wolken, als Ludwig undder Secretär bei ihm erschienen und ihre Worte anbrach-ten. In trunkener Betäubung willigte er ein; denn dievon dem Fürsten unterstützte Brautwerbung war ihm einBefehl, dem er nicht zu widersprechen wagte, und die Los-sprechung von Schuld und Strafe hob ihm eine drückendeLast vom Herzen. Ueberdieß war es ihm nun ziemlichLangbein'S sämmtl. Schr. VIII. Bd. 6
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