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II.
Das unterbrochene Hochzeitfest.
Die Baronin von Blachfeld, eine welkende Herbst-blume, die sich aber noch als ein blühendes Frühlingskinddarzustellen suchte, saß eines Morgens am Putztische undließ sich von ihrer Kammerzofe bedienen. Die künstlichenLilien und Rosen ihrer Wangen waren schon erblüht, undihre breiten Hüsten hatte bereits der Panzer des Schnür-leibs möglichst zusammengepreßt. Die Zofe baute jetzt denhohen Kopfputz. Plötzlich fuhr die Gebieterin auf, trat voreinen großen Spiegel und schrie: „Gräßlich! abscheulich!Ich glaube, der Balg hat mich mit Vorsatz so entstellt."Damit ergriff sie das zitternde Mädchen bei den Haarenund schlug es mehrmals heftig ins Gesicht.
Herr von Blachfeld, der an der andern Seite des Zim-mers die Zeitung las, sprang dazwischen, schob das wei-nende Mädchen sanft zur Thür hinaus, faßte die Wüthcndemit beiden Armen, drückte sie nieder auf einen Stuhl undsagte: „Halt Ruhe, du Furie!"
Sie schoß dem gewaltsamen Schiedsrichter, als er anseinen Tisch zurückging, flammende Zornblicke nach, zwangsich aber zur Gelassenheit und sagte zu ihrer am Fenster