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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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und die Vorfälle des Hochzeittages erklären? DieseThatsachen (so natürlich sie auch übrigens zugcgangen seynmögen) kann inan nicht für erfundene Mährchc» ausgebcn:denn wie hätte es sonst der Pfarrer Stern wagen dürfen,ihrer auf der Kanzel zu erwähnen und sie seiner im Jahre1666 bei Erasmus Nößncr in Frankfurt an der Odergedruckten Lcichcnprcdigt einzuverlciben? Er sagt darinausdrücklich, daß alle von ihm erzählte Vorgänge sämmt-lichcn Einwohnern in Kosscnblatt bekannt wären.

Der Verfasser des gegenwärtigen Aufsatzes hatte nichtdie Leichcnpredigt selbst, sondern nur einen gedruckten Aus-zug derselben vor Augen, der aber gewiß völlig glaub-würdig ist, weil des Pfarrers eigene Worte bcibchaltensind. Dieser strengen Treue darf sich nun freilich der je-tzige Erzähler nicht rühmen; doch,hat er keine neuen Fa-beln erdichtet, sonder» nur die Vorgefundenen Ereignisselebendiger und anschaulicher dargestcllt. Er glaubte, sicheine kleine Erhöhung der Farben erlauben zu müssen;denn die heutige Lesewclt würde wohl an dem inattenStyl einer alten, vor Jahrhunderten verfaßten Lcichenpre-digt wenig Behagen gefunden haben.