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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Eine Salve von Scheltwortcn, die der Kapitain auf seinWeibchen absenerte, überstimmte dicß Licdlein. Es war lu-stig anzusehen, wie Norbert sein eigenes Werg am Nockenvergaß, und mit schiefer Atzel, von einem Mädchen um-armt, seiner Frau Vorwürfe machte.Ei, du Tausend-sasa!" stammelte Nossignol, der nun allmählich die Perso-nen errieth, die so unerwartet die Gesellschaft vermehrten.Er lachte jetzt so unmäßig, daß er durch die gewaltige Er-schütterung seines Schmerbanchs den Stuhl mnwarf undmit Donncrgepoltcr zu Boden stürzte. Der Herzog, zndessen Füßen er nicderschlug, that einen Sprung zurückund verschwand.

Sobald Nossignol wieder auf den Beinen war, unter-nahm er mit lallender Zunge, das Ehepaar zu versöhnen.Doch er hatte kaum angefangen, den Weg der Güte znversuchen, als plötzlich Nivel, dem der Herzog einen der-ben Verweis gegeben hatte, höchst aufgebracht erschien unddie ganze Gesellschaft mit harten Worten aus dem Gartentrieb. Die Mädchen nahmen de» taumelnden Friedensstif-ter in ihre Mitte und führten ihn heim. Aber der Kapi-tain und seine Gemahlin liefen unter beständigem Gezänknoch lange in der Irre umher, ehe sie einen Micthkutscherfanden, der sie in die Teufelsküche brachte.

Herr von Norbert hatte kaum ein paar Stunden mitwüstem Kopfe geschlafen, als er wegen der Ankunft einesKanzleiboten, der ein Hvfdecret überbrachte, geweckt ward.Zitternd öffnete er das Papier, das sein Gesuch betraf,und fand mit großen Buchstaben das Wort:Abgeschla-gen!" Einer Ohnmacht nahe, sank er auf einen Stuhlund stöhnte leise:Rosette, pack ein!" Bonifazen befahl er,die Rechnung des WirthS zu fodern. Sie erschien furcht-bar groß. Man sah deutlich, daß sie für den Freund eines