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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Fuchs und ein Schecke, zu einem Postzuge zusammenge-spannt, und an den Wagen hatten sich die Gcrichtsperso-ncn und Nettesten des Dorfes mit entblößten Häupterngestellt. Der Schulmeister a» ihrer Spitze begrüßte mitzahllosen Bücklingen die Herrschaften, und wünschte ihnenin einer schwülstigen Rede, wovon weder der Gerichtsherrnoch sonst jemand der Anwesenden ein Wort verstand,Glück auf die Reise.

Sie war auch in der That so glücklich und lief so ganzohne Abenteuer ab, daß sich nichts, gar nichts davon er-zählen läßt: wir müßten denn, nach dem Muster vielerstarkleibigen Rciscbcschreibungen, die Beschaffenheit der Wege,des Wetters und der Wirthshäuser weitläufig auseinandersetzen. Ueber diese Alltagsdinge wollen wir aber kein Wortverlieren, sondern sie denen zum Nießbrauch überlaffen,die uns von ihrer Pilgrimschaft keine wichtigern Merkwür-digkeiten zu berichten wissen.

Unsere Reisenden kamen am achten Tage nach ihren Ab-fahrt denn so viel Zeit brauchte der bunte Postzug zueinem Wege von ungefähr dreißig deutschen Meilen inParis an. Es war schon stockdunkel und auf den Gassenbrannte keine Laterne. Man hatte sich auf den Mond ver-lassen, dem es im Kalender befohlen war, daß er mit sei-ner großen Leuchte die Welt bedienen sollte; er war aber,hinter Wolken versteckt, ungchorsamlich ansgeblieben, undfragte den Henker nach dem Menschengcwimmcl in volk-reichen Städten, daß Kopf an Kopf gegen einander lief.In dieser egyptischcn Finsterniß hatten unsere ländlichenFremdlinge nicht wenig Mühe, die Vorstadt Saint-Mar-ceau zu finden. Sie ward endlich zwar, nach mancherleiMißverständnissen und Jrrsalen, glücklich erforscht, und dieAltmutter der Halbchaisen wankte mühselig'hinein, aber