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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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V.

Die Pantoffeln.

Der alte Kasem war zu seiner Zeit der reichste Kauf-mann in Bagdad, aber ein filziger Mensch und Sparerohne Gleichen. Dieß bewiesen seine Pantoffeln, von denendie ganze Stadt mit Verwunderung sprach. Diese Unge-heuer waren sein eigenes Machwerk. Er hatte die Sohlenaus dicken Brettern gezimmert und das häßliche Flickwerkdes Oberleders mit Radnägeln daran befestigt. Wenn erdamit über die Gasse schlarste, blieb Jedermann lachendstehen, und in der Stille der Nacht hörte man den Klap-perstorch in weiter Ferne.

Einst schlug ein Handel mit Rosenöl sehr vortheilhafifür ihn aus. Er war darüber ungemein erfreut, und hieltsich jetzt für reich genug, seinem Leichnam eine lange ent-behrte Güte zu thun. Er beschloß sich zu baden.

Als er ins Badehaus trat, kam ihm ein Bekannter ent-gegen, der ein durchtriebener Schalk war.Willkommen,Freund Kasem!" rief er:Ich höre, du hast glückliche Ge-schäfte gemacht. Die werden doch wohl ein Paar neueund bessere Pantoffeln abwerfen?"

Wie fällst du darauf?" erwiederte Kasem.Meine