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sie blos verächtliche Nebcnbegriffe zu verbinden gewohntwaren, und der gräfliche Liebhaber — denn dafür hieltensie ihn schon im voraus — verlor in ihren Augen vielan seinem Werthe, daß er den Namen eines gemeinenKrämers führte. Doch die Sache ward noch schlimmer;denn als der Läufer die Wagenthür öffnete, waren derGraf und der Kaufmann Eine Person. — Die getäusch-ten Frauenzimmer schienen bei diesem Anblick am Fensterzu versteinern. Des Kommenden Fußtritt im Vorsaal setztesie aber plötzlich wieder in Bewegung, und sic flohen,von Scham gejagt, in ein andres Zimmer, um den Bli-cken des von ihnen so oft unartig behandelten Mannesauszuwcichcn.
Die Kammcrräthin, die sich jederzeit weniger unhöflichgegen ihn benommen hatte, hielt ihm muthig Stand. Erkam in Begleitung seines Freundes, der ihn auf dem Ballefür arm ausgab. Beide entschuldigten sich über die unterihnen verabredet gewesene Täuschung. „Ich verschwiegAnfangs," sagte der Graf, „meinen Stand und Namenblos in der Absicht, ein gewöhnliches Reise - Jncognito zubeobachten. Als aber Wilhclminc, bei dem bewußten Auf-tritt am Schcnktische, einen so rührenden Beweis ihresedlen Gemüths gab: da beschloß ich sogleich, ihr Herz zuprüfen, ob cs mich, ohne lockende Hoffnung auf Rang undVermögen, um mein selbst willen lieben werde. Es gelangmir, und mein langer, inniger Wunsch, ein gutes Weibzu finden, ward erreicht." —
Wilhclmine sank ihm mit froher Bestürzung in die Armeund reiste, nach vollzogener Vermählung, mit ihm aufseine Güter, wo sie sehr glücklich lebte. Die Schönheitihrer Schwestern erwarb ihnen zwar noch manchen Lieb-