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Neigc, und der Tod war so gefällig, ihn abzurnfcn, eheer noch den Druck der Armuth schmerzlich empfand.
Seine Wittwe, deren Eitelkeit ohne Granzcn war, suchtesich mit den Trümmern ihres Vermögens auf dem Stromeder großen Welt zu erhalten. Sie bot alles auf, denäußern Schein des vorigen Wohlstandes zu behaupten, weilsie dieß für den sichersten Weg hielt, ihre zwei altern Licb-lingstöchtcr mit Männern von Stande zu vermählen, unddadurch Len Glanz ihres Hauses zu erneuen. Die Mäd-chen waren schön; doch ruhte ganz der Geist der Mutterauf ihnen. Sic flohen jede häusliche Beschäftigung, undthatcn den ganze» Tag nichts, als daß sie sich putzten undschmückten, um Abends im Schauspiclhausc oder in Gesell-schaften Eroberungen zu machen. Ihr einziges Dichtenund Trachten war auf Liebschaften gerichtet, und so trafbei ihnen ein, was Logau sagt:
Die bei der Lieb' in Arbeir stehn,
Gern andrer Arbeir muffig gehn.
Nichtsthun ist freilich auch die Tagesordnung vieleranderer Schönen, die sich dessen ungeachtet, durch schätz-bare Vorzüge ihres Geistes und Herzens, sehr achtungs-würdig machen: dieß war aber bei jenen Frauenzimmern,von welchen wir sprechen, nicht der Fall. Ihr Vater —ein Mann ohne geistige Bildung, der ciucu Haufen Goldfür den Brennpunkt aller Vollkommenheiten hielt — hattefür ganz unnothig geachtet, ihnen eine gute Erziehung zugeben. Nicht die äußerste Oberfläche ihres Geistes warangcbant, und ihre Sitten bestanden ans einer widrigenMischung gemeiner Gewohnheiten und unglücklich nachge-ahmter Gebräuche der feinen Welt. Ihr Bestreben, vor-nehm zu thn», artete oft in die lächerlichste Abgeschmackt-