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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Ich bin kein Räuber, kein Mörder ich komme überhäuftnicht als Feind."

Nenne dich, oder du bist des Todes!" schrie Waldemar,und setzte ihm das Schwert auf die Brust.

Ihr könnt mich niedcistoßen ," sprach der Fremdling,aber ich nenne mich nicht!"

In diesem Augenblick erscholl ein fürchterliches Kricgsgc-tümmel vom Burgthor herauf. Die Schildwachcn riefen:Zu den Waffen! Spieße und Schwerter klirrten imHandgemenge; die Sturmglocke schlug au. Ucbcrrascht, aberunerschrocken, stürzte Waldemar seinen Gefangenen los-lasscnd den Feinden entgegen. Der Jüngling folgte ihmund kämpfte muthig an seiner Seite. Es war stockfinster;die Gegner gaben keinen Laut von sich; nur ihre Schwer-ter zischten und blitzten durch die schaucrvvlle Nacht. Wal-demar, in einer engen Gallerte von seinen Leuten getrennt,war fast ohne Rettung verloren: doch sein unbekannterKampfgcnoß beschützte sein Leben, cntwaffnctc den feindli-chen Anführer und nahm ihn gefangen. In demselbenAugenblick drang auch die Burgmanuschast, die sich indes-sen gesammelt und bewehrt hatte, tapfer vor, und schlugdie Feinde zurück. Sic flohen in feiger Unordnung nndließen ihren Führer im Stiche.

Man wußte nicht, wer er war, bis ein Knappe miteiner brennenden Fackel herbei eilte. Jetzt erkannte Wal-demar in dem Gefangenen seinen Feind Erich, und derJüngling seinen Vater. Welche wunderbare Ver-wickelung ! Der Sohn hatte gegen seinen Vater, alsKampfgcnoß seines Erbfeindes, gestritten! Bestürzt warfer sich vor ihm nieder, bat ihn um Verzeihung, beschworihn, sich mit Waldemar zu versöhnen. Auch Rosamundc,die sich von ihren Wächtern nicht länger znrückhaltcn ließ,