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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
177
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Fünfuilddreißigstes Kapitel.

Die Versöhnung.

Die halbe Stabt zog mit auf den Kirchhof. Als derSarg eingescnkt war. gab Albert dem Ostindier die Handund sprach:Herr Geheimer Rath, verzeihen Sie meinerjugendlichen Uebcreilung ! Ich that Ihnen im vorigen Jahresehr Unrecht. Sie bewiesen sich hier und in andern Fäl-len als ein edelmüthiger Mann. Ich verehre Sie nun ausvollem Herzen."

Lassen Sie uns Freunde sepn!" sagte Richard, ihn um-armend.Gute Mensche» können sich eine Zeit lang ver-kennen; aber der Nebel verschwindet und sie lieben sichdoppelt."

So war die Versöhnung geschlossen. Albert bat denOstindier, mit ihm zu dem Hauptmaun zu gehe», well dergute alte Mann sehnlich nach ihm verlange. Richard er-füllte seine Bitte, wiewohl mit Bangigkeit, Elisen unterdie Augen zu treten.

Roggenbnrg war äußerst überrascht, als er die Versöhn-ten Arm in Arm die Straße herab kommen und in seinHaus treten sah. Er stelzte ihnen freudig bis an die Treppeentgegen, und Thräncn traten ihm in die Augen, als Ri-chard seine Arme um ihn schlang und ihn küssend ans Herzdrückte.Q wie wohl ist mir, daß ich Sie wiedersehc!"

Longbcin'S sünnntl. Schr. VII. Bd. 12