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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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lang Feldmusik erschallen lassen, wenn fie ihm zuvor denGefallen thäten, eine Leiche zu Grabe zu tragen. Sie stutz-ten und fragten, wem sie angehöre. Er mußte ihnen rei-nen Wein einschcnkcn. Sogleich riefen alle ein trotzigesNein! denn sie hatten schon von der Sache gehört. Er,darauf gefaßt, machte plötzlich mit seiner Compagnie eineschon cingeübte kühne Schwenkung, und umzingelte die Re-bellen. Sie wehrten sich aber gegen die kraftlose Mann-schaft wie Löwen, warfen einen nach dem andern über denHaufen und schlugen sich durch.

Der Wittwer stand von fern, sah seine letzte Hoffnungscheitern, schlug die Hände über dem Kopfe zusammen undstürzte in sein Haus.Hülfe! Hülfe! der Vater hat sicherhängt!" schrie bald darauf eins seiner Kinder oben ausdem Fenster. Das unten versammelte Volk gaffte unthätighinauf. Doch Albert, der zufällig vorbei ging, eilte insHaus, zerschnitt den Hän'gestrick und brachte den Unglück-lichen wieder zur Besinnung.

Nach dieser wackcrn That ries der junge Mann unterder Hausthür den Gaffern zu:Ich bin bereit, die Leichezu tragen. Wer hilft mir?" Niemand regte sich.

In demselben Augenblicke kamen Richard und Kreiselaus bloßer Neugier auf dem Platze an, hörten Wertswiederholten Ruf und entschlossen sich auf der Stelle, ihmhülfliche Hand zu leisten. Sie grüßten ihn freundlich; erdankte mit Höflichkeit. Alle drei faßten den Sarg an;doch ihre Aufforderungen und Bitten, daß noch jemand ausdem Volkshaufen ihnen bcistchen möge, waren vergebens.

Da erblickte der Stadtsecretair den Advokaten Striegel,und rief ihm, als wäre von einem Kartenspiel die Rede,mit einem scherzhaften Tone zu:Freund Striegel, kom-men Sie her und sehn Sie der vierte Mann!"