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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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und von ihm die Versicherung erhalten, daßer seinen getreuen Ilnterthancn in Michelhcim besondersgewogen sep, und gern jede Gelegenheit ergreifen werde,ihr Bestes zu befördern.

Diese Nothlügc beruhigte die angstvollen Männer. Siewurde» vergnügter, als sic cs vor dem störenden Besuchewaren.

Bald darauf rückte die glänzende Schaar der Abcndgäsieei». Es ward getanzt, gespeist und wieder getanzt. Doc-tor Salm war der wildeste Tänzer, und machte die Un-schicklichkeit, daß er sich bei dem ersten Balle, den der Ost-indien im goldenen Fasse gab, in Stiefeln einstcllte, da-durch wieder gut, daß er dießmal in Schuhen und seidenenStrümpfen erschien, und überhaupt so zierlich wie zu ei-nem Hofballe gekleidet war. Er hatte sogar die lockigenHaare seines Pudelkopfes ihrer gewohnten Freiheit beraubtund sic in das Gefängniß eines Haarbeutels eingeschlossen.Indem sich aber der alle Wildfang nach der Tafel, vonWein und Punsch berauscht, in einem überaus raschenWalzer herumschwang, verließ der treulose Haarbcutcl sei-nen Posten und flog der Frau Premicrministcrin mit sowundersamer Kraft an den Kopf, daß sic aufschric:Mör-der! Mörder!" und, wie von einer Kugel getroffen, vomStuhle sank.

Mau eilte ihr von allen Seiten zu Hülfe. Das 6or-ll-ckim, ward untersucht: es enthielt unten ein großes,von einem Zipfel zum andern reichendes Stück Blei, dasder Kaufmann Cubebius in seiner geübte» Hand wog undauf ein halbes Pfund Kramergewicht schätzte.

Jedermann erstaunte. Der Doctor, der in seinem tol-len Wirbel von dem allem nichts sah und hörte, und sei-nen Haarbcutcl, so schwer er auch war, noch gar nicht