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Neunnndzwanzigstes Kapitel.
Der Haarbeutel.
Dcr närrische Staat im Staate ward schon im Ent-stehen weit nnd breit bekannt. Man sprach sogar in dcrHauptstadt bei Hofe davon; denn dcr Schauspiel-Director,dem Kreisel die Schnurre unter dem Siegel der Verschwie-genheit entdeckt hatte, war mit dem großen Gcheimniß sehrunvorsichtig nmgegangen. Nun traf cs sich, daß der Fürst,ein langer, lebhafter Herr, gerade um diese Zeit in dieGegend von Michelhcim auf die Jagd ging, und daß ihnein gehetzter Hirsch beinahe bis ans Thor des Städtchensführte. Das Erfolg des Fürsten war, wegen Müdigkeitder Pferde, weit zurückgeblieben; ein einziger Kammer-Lunker hielt bei ihm aus, und erinnerte ihn daran, daßMichelheim der Wohnort des reichen Ostindiers und dieWiege des Narrenreiches scp. Der Fürst bekam Lust, denberühmt gewordenen Fremdling kennen zu lernen, ritt insStädtchen hinein, fragte nach Richards Wohnung, undstieg an der Thür derselben vom Pferde.
Bon der Tafel aufgestanden, spazierten die Herrschaftenim Garten. Ein Bedienter, der den Fürsten absteigen sah,flog dahin, und meldete die Ankunft eines ihm unbekann-ten Herrn, dcr einen Stern auf dcr Brust trage. Er-schrocken versteckten sich die großen Perücken hinter die nach-