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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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den Entschluß gefaßt, das herrliche, im Mittelalter blü-hende, aber seitdem untergegangenc Narrenreich aus sei-nen Trümmern aufznrichtcn, es wieder in der gutenStadt Michelheim neu zu gründen und mich zum Königdesselben zu erklären. Ich setze mir demnach hiermit selbstdie Narrcnkrone auf und ordne und gebiete, daß män-niglich mir die gebührende Verehrung erweise. Aber un-vermögend, mein großes Reich allein zu verwalten, unddaher in die Nothwendigkeit gesetzt, einen Theil der Re-giernngslast auf die Schultern treuer Diener zu legen,habe ich auf Euch N. bi. mein Vertrauen gestellt, undernenne Euch hiermit" u. s. w.

Die Zecher schritten nun stracks zur Wahl der Hof- undStaatsbeamten, denen dergleichen Bcstallungsbricfc insHaus gesandt werden sollten. Sie bestimmten den Bür-germeister zum Premier-Minister, den Stadtrichter zumFeldmarschall, den Senator Trottel zum Oberküchenmeistcrund den Magister Gabriel zum Consistorial-Präsidenten.Die Stelle des Hofpocten bat sich Herr Kreisel aus.Wennaber die Komödie," sprach er,recht ordentlich und possir-lich werden soll, so dürfen die hohen Reichshcrren nicht inihren gemeinen Philisterkleidern nach Hof kommen; sie müs-sen in einem feierlichem Costüm erscheinen; und das willich ihnen von meinem Freunde, dem Director des fürstlichenTheaters, verschaffen."