Sechsundzwanziqftes Kapitel.
Gesellige Unterhaltungen im Cassinv.
Die fliegende Larve kam wirklich ans Blaffmanns Hand.Da er aber gleich nach dem Schuß, wie ein gehetzter Hase,davon lief, so gelang es ihm, seine Klause unentdeckt zuerreichen. Es that ihm nicht im geringsten leid, als erhörte, daß der blinde Wurf die wortbrüchig gewordeneFrau Bürgermeisterin getroffen hatte. Er wollte jedochnicht ganz mit ihr in Feindschaft geratheu; darum ging erdes nächsten Morgens mit frecher Stirn zu ihr. Sie em-pfing ihn kalt und zieh ihn der ihr widerfahrenen Miß-handlung. Er geberdetc sich, als wandelte ihn eine Schre-ckens-Ohnmacht an, schlug so heftig, daß Puderwolkenaufflogcn, an seine Brust, betheuerte damit seine Unschuld,und nannte verschiedene Personen, welche die verruchteThat wohl verübt haben könnten. Sie glaubte ihm; diealte Freundschaft ward wieder hcrgestcllt. Als fic aber dievon ihm beschuldigten Leute vor Gericht gezogen habenwollte und der Bürgermeister darüber die Abfassung einesProtokolls auf dem Rathhause verlangte, sagte Kreisel mitUnwillen: „Ich setze dcßhalb keine Feder an! Soll ich zumWerkzeuge dienen, unschuldige Menschen zu quälen? Blaff-mann und kein Anderer war der Larvenfabrikant I Er