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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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ler allenthalben als einen schätzbaren Künstler und sei-nen Hausfreund darstclltc. Als er aber an der Spitzeseiner Bundesgenossen anrückte, um für ihn eine» Stuhlim Casstno zu erobern, schlug ihn Richard mit wenigenWorten auf's Haupt. Er erklärte nämlich: er sage sich,wenn er mit dem klatschhaften Perückcnmacher in Gesell-schaft treten solle, von dem Casstno und seinem Vcrsprelchcn, den halben Jahrzins zu bezahlen, völlig los, wollehingegen die Berichtigung der ganzen Hausmicthe überneh-men, wenn dem zudringlichen Menschen die Thür verschlos-sen würde. Das that gute Wirkung. Blaffmann bekamnun einstimmig den Rcpuls, und selbst seine hohe Beschü-tzerin ließ ihn im Stiche, weil der Freiplatz im Casstnoihrem Geize bchagte.

Auch die Streitigkeit mit dem Gastwirth endigte eingütlicher Vertrag. Es ward scharf behandelt und bestimmt,was er für eine Flasche Bier, eine Portion Butterbrod,und so weiter, zu fordern berechtigt sepn solle; und alser sich diesen Zügel anlcgen ließ, war man zufrieden.

Das Casstno ward mit einer fröhlichen Abendmahlzeitcingeweiht. Aber bei der Tafel ereignete sich ein verdrieß-licher Vorfall. Es flog ein ansehnlicher Klumpen weicherStraßcnkoth durch ein offnes Fenster ins Speisezimmer,und schoß der Frau Bürgermeisterin so vollständig ins Ge-sicht, daß es plötzlich, wie mit einer schwarzen Larve, be-deckt ward.Blaffmann spukt!" rief Kreisel und stürztefort, indem die übrige Gesellschaft von unthätigcm Entse-tzen gelähmt saß. Er wollte den Thäter fangen, und rannte,da er niemanden vor dem Hause fand, in BlaffmannsWohnung. Aber ruhig, wie die reinste Unschuld, war derfleißige Mann mit dem Bau einer Perücke beschäftiget, undversicherte hoch und thcner, er scp den ganzen Abend von