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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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lichen Tumults, drei Tage bei Wasser und Brod gefangensetzen.

Der Cousul erschrack und rief:Nein, das ist zu hart!Das kann ich zu Hause nicht verantworten!" Doch HerrSchneppe und Meister Gabriel stimmten dem Stadtsecre-tair bei und Senator Trottel war ans Bequemlichkeitneutral. Der Bürgermeister stand nun, als BlaffmannsVerfechter, allein auf dem Platze und konnte das Feldnicht länger behaupten. Er gab also nach, handelte jedochvon den drei Gcfängnißtagen einen herunter; und damitihm wenigstens der Ausspruch des Urtheils von seinerHausherrin nicht zur Last gelegt werden könnte, so bat erden Stadtrichter, das Wort zu führen.

Blaffmann ward wieder hereingerufcn und erwartetemit ruhiger Miene, völlig srcigesprochcn zu werden. Alsihm aber der Stadtrichter seine Sentenz eröffnete, fuhr erheftig dagegen auf, schalt die Herren insgcsammt parteiischeRichter und erklärte mit stampfenden Füßen: er gehe durch-aus nicht in den Bürgcrgehorsam.

Nun, so muß man Ihn dahin führen lassen;" ver-setzte der Stadtrichter und rief dem Rathsfrohn.

Lebendig bringt Ihr mich nicht von der Stelle!" schrieder Perückenmacher dem hereintretenden Häscher entgegen.

Ist er Arrestant?" fragte Packer nach dem Rathstischehin; und kaum erhielt er ein Ja zurück, so wollte er seineFaust, wie ein Raubvogel die Fänge, in Blaffmanns Rock-kragen cinschlagen. Aber entwischend lief der Flüchtling,als würde Haschemännchen gespielt, um den Gcrichtstischherum, klammerte sich bald an den, bald an jenen Stuhl,und riß beinahe die hochgebictendcn Herren sammt ihrenThronen zu Boden. Zuletzt fuhr er mit solchem Ungestümunter den Tisch, daß alle darauf stehenden Tintenfässer