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und diese Abgabe, die man das Zahngeld nennt, wirdallenthalben unweigerlich bezahlt."
„Sic haben Recht!" fiel der Bürgermeister ein. „Icherinnere mich, das in Reisebcschreibungcn gelesen zu haben.Wir wollen aber, um des Himmels Willen! die Sachenicht weiter bekannt machen. Man ahmt, wie Sie wissen,in Deutschland gern alles nach, und so könnt' es leicht ge-schehen, daß die Herren Ober-Aufseher, die bisweilen ausder Hauptstadt zu uns kommen und mit uns sürlicb neh-men, künftig auch Zahngeld verlangten." —
Das waren ungefähr die besten Körner, die sich ans derSpreu der Tischgespräche ausworfeln ließen. Von untenherauf ward besonders viel spitzige Barthafcr-Spreu aufFräulein Elisen hingeblascn; doch die Abficht, ihr damitwehe zu thun, schlug fehl. Der Ostindier unterhielt sie soanziehend von seinen Reisen, daß sic die um sie her fliegen-den Stacheln gar nicht bemerkte.
Nach Tische nahm das Scheibenschießen seinen Anfang.Das unbeschäftigte Volk, das nicht zur ehrsamen Schützen-gcsellschast gehörte, ward indessen mit andern Lustbarkeitenunterhalten. Der Stadtsccrctair munterte die jungen Bur-sche zu einem Wettrennen auf, und schwang ein buntesseidenes Tuch als Siegesprcis durch die Lust. Wer einPaar gesunde Beine hatte, trat hervor, um die Kostbar-keit zu gewinnen. Aber die Rennbahn war rauh. Derschelmische Poet machte sie den Wettläufern eben so sauer,als es ihm ward, den Fuß des Musenberges zu erklim-men. Er führte sie auf einen nahen Sturzacker, stelltesich als Kampfrichter ans Ende desselben, und gab dasZeichen zum Ablauf. Einer purzelte über den andern; nurein leichtfüßiger Schneidergesell flog über die rollendenErdschollen so behende dahin, daß sic keine Zeit hatten, ihn