Siebcnzehntes Kapitel.
Der Ehrenplatz.
Am folgenden Tage trug der Stadtsecretair den ihmaufgegebenen Entwurf des Festes, womit man den Indierbeehren wollte, auf dem Rathhause vor. Der Senat ge-nehmigte den Plan, der ungemein zierlich abgcfaßt war.Doch versagen wir ihm den Druck und gönnen lieber dendadurch ersparten Raum der Beschreibung des Festes.
Acht volle Tage vor demselben ward der Ostindier dazueingeladen. Ucber die Art und Weise dieser Einladungwaren Anfangs die Mepnungcn getheilt. Kreisel hattevorgeschlagen, daß sie durch zwei abgeordnete Nathsglie-der geschehen sollte: die alten Perücken hingegen wolltensie durch den Hochzeitbitter in seiner feierlichen Amtstrachtverrichten lassen. Aber der Stadtsecretair stellte ihnen vor,daß diese Sitte gar zu altvaterisch und vollends bei die-ser Gelegenheit doppelt unschicklich sey. Sie ließen sichbelehren, und machten nur noch den Einwand: daß esmanchem ehrlichen Manne beschwerlich falle, die bei einersolchen Deputation erforderlichen wohlklingenden Redens-arten zu erfinden und anständig auszusprechen. Der Poeterbot sich zum Wortführer und ward es. Magister Ga-riel war sein stummer Begleiter. Der Ostindier nahm dieEinladung an.