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Dreizehntes Kapitel.
Die goldene Dose.
„Aber die hiesige Leihbibliothek," fuhr Richard einlcnkendfort, „enthält vermuthlich eine beträchtliche Anzahl Werke,die weder mit ächten noch machten Hundezähnen bezeich-net und dennoch allgemein für vortrefflich anerkannt sind:ich mepne Ihre eigenen Schriften, Herr Stadtsccrctair!"
„OiniiiL mea mecum poito," sagte Kreisel. „Meinesämmtlichen Werke bestehen bis jetzt in diesem dünnenBändchen Gedichte, das ich Ihnen hiermit zu überreichendie Ehre habe."
Richard nahm das Musengeschenk freundlich an, blätterteein Weilchen darin und fragte: ob die Dichtkunst in Deutsch-land geschätzt und geliebt werde.
„Bon edlen, hochherzigen Seelen allerdings!" antworteteKreisel. „Aber ihre Zahl ist leider sehr klein. Die Mengehingegen, die schlaffe, stumpfe Menge — unter welcher manauch Personen findet, die man nicht da suchen sollte —hat kein Gefühl für die Gaben der Musen. Homer, dergöttliche, sang vergebens für diese Leute. Unwissend hor-chen sie, wen» irgendwo sein heiliger Name genannt wird.Sie ziehen dann wohl einen Gelehrten bei Seite und fra-gen ihn: wer das Menschenkind sep, von dem so viel Auf-hebens gemacht werde. Hören sie nun, daß vom Vater