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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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ten umher. Der bedrängte Mann wußte nicht, was eranfangen sollte. Doch indem er händeringend auf undnieder lief und mitunter einen Blick auf den Gasthof warf,sah er drüben in einer Stube, deren Fenster offen stan-den , ein Dienstmädchen mit dem Besen beschäftiget. Destwar er froh, ob er gleich aus Furcht vor den nahen Moh-ren keinen Zuruf wagte. Sein guter Geist schenkte ihmeinen glücklichen Einfall, den er rasch ausführtc. Er holteeinen der Feuerhaken, die im Rathhause aufbcwahrt wur-den, und befestigte daran einen Zettel mit den Worten:Wer find die angckommcnen Fremden? Der hochedlc Rathverlangt's auf der Stelle zu wissen." Dieses Blatt reichteer über das Gäßlcin hinüber. -

Die Dirne wunderte sich, als der lange Bote zum Fen-ster herein kam. Sie nahm ihm das Papier ab, lief da-mit fort, kehrte bald zurück, und heftete ihm, da er indes-sen auf Antwort gewartet hatte, ein anderes Blättchen aufdie eiserne Nase. Packer zog es zu sich herüber, und fandvon der Hand des Gastwwths darauf geschrieben: »EinNabob aus Indien mit Gefolge." Vergnügt über-gab er diesen Bericht seinen Gebietern.

Ein Nabob aus Indien!" rief der Bürgermeistermit Verwunderung aus, und sah einige Minuten lang starrauf den Zettel. Als er nun endlich sattsam überzeugt war,daß er von seinen Augen nicht getäuscht werde, hielt ereine etwas verworrene Vorlesung über die Nabobs, mitwelchen er in verschiedenen Reisebcschrcibungen eine flüch-tige Bekanntschaft gemacht hatte. Er rühmte besondersmit ehrerbietigen Worten ihre großen Reichthümer, undsagte zuletzt:Sehen Sie, meine Herren, so verwandelt sichunsre Angst in Freude! An Menschenfresser ist nicht weiter