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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Ankunft des Fremdlings.

^Sm Städtchen Michclhcim, das man aus der Land-karte suchen mag, begab sich vor einigen Jahren in derMittagsstunde eines heitern Sommertagcs ein seltsamerVorfall. Die Kinder, die eben auf der Gasse spielten, flo-hen in die Häuser und schrien: der Teufel komme geritten.Erschrocken ließen die Mütter die Töpfe und Tiegel ansden Händen fallen, stürzten aus der Küche an die Fenster,und sahen mit Grausen einen furchtbaren Reiter, der einkohlschwarzes Gesicht und seucrfarbenes Gewand hatte,durch die Straße sprengen. Bald darauf ward cs nochschlimmer. Es kam ein großer, mit sechs Postpferden be-spannter Reiscwagen, auf dessen Bocke zwei ähnliche Teu-fel saßen. Ein viertes gefesseltes Ungethüm thronte hochoben auf dem Kutschcnhimmel, und schnitt Gesichter, alsob es sich über die mundsperrende Neugier der guten Mi-chelheimcr aufhalte. Ein Paar geschcidte Männer, die sichin der Welt ein wenig umgeschaut hatten, erklärten diesenSatiriker für einen Affen. Hinten auf dem Wagen sa-ßen zwei Bedienten von gewöhnlicher Menschengestalt. Obsich Jemand in dem Wagen befand, konnte man nicht sehen,weil er von allen Seiten mit Gitterfenstern verschlossen war.