Druckschrift 
10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
Entstehung
Seite
402
Einzelbild herunterladen
 

403 Ueber späbagogif. »

als greifet) unb ftnb ßarfe unb gefunbe Seute. tflle folcbe SSMFetleben aber auch nicht lange, unb man Fann einen großen erwach»fenen Sttngen, bem man e§ nicht anfeben foHte, baß er leicht fei,mit geringer Stube aufbeben. Sie ©cbweben hingegen, norjüg,lieb aber bie Stationen in Snbieit, effen faß gar Fein gleifcb, unbbod) werben bie Stenßben bei ihnen ganj wohl aufgejogen. @3febeint alfo, baß e$ bloS auf ba§ ©ebenen ber tlmme anfomnuunb baß bie .Roß bie beße fei, bei ber fte ftcb am SSeßett be*ftnbet.

©S fragt ftcb b*er, wa§ man nadbber bube, um baäÄinbjuernähren, wenn bie Stuttermilcb nun aufbört? 9Jtan bat eg feiteiniger Seit mit allerlei Stehlbreien oerfuebt. tlber tton tlnfang anba§ Jlinb mit folgen ©peifeit ju ernähren, nicht gut. SBefon»ber§ muß man merFen, baß man ben .Rinbern nichts ^DiqucmteSgebe, als SEßein, ©ewürj, ©alj ic. @§ aber bodb fonberbar,baß .Rinber eine fo große S3egierbc nach bergleicben tlllem haben!

Sie Urfadje, weil e§ ihren noch ßumpfen ©mpftnbungen einen9teij unb eine SSelebung oerfebafft, bie ihnen angenehm ftnb. SieJtinber in Stußlanb erhalten freilich non ihren Stüttern, bie felbflfleißig ^Branntwein trinFen, auch bergleicben, unb man bewerftbabei, baß bie Stuffen gefunbe, ßarfe ßeute ftnb. greilidh muffenbiejenigen, bi'e baS au$balten, tmn guter SeibeSconßitution fein;aber eS ßerben auch S3iele baran, bie boeb hätten erhalten werbenFönnen. Senn ein fold£>er früher 9tei$ ber Sternen bringt oiele Un» |

orbnungen fjeroor. ©ogar fefjon für ju warme ©peifen ober ®e»tränFe muß man bie .Rinber forgfältig hüten, benn auch biefeser»urfadhen ©dt)wäd)e.

gerner ju bemcrFen, baß .Rinber nicht fehr warm gehalten jwerben müßen, benn ihr S3lut an ftcb ßbon niel wärmer, alsbaS ber ©rwaebfenett. Sie SBärme beS S3luteS bei Ambern be*trägt nach bem gabrenbeitfcben Thermometer 110°, unb baS SBlut ,

ber ©rwaebfenen nur 96 ©rabe. SaS .Rinb erßicFt in ber 2 Bät» |

me, in ber ftcb tleltere recht wol;t beffnben. Sie Fühle ©ewch* I

nung macht überhaupt ben Stenfcben ßarF. Unb eS aud; bei