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IU. 5öud;. ä$om ffiegebrungSoermogen. §. 80 .
jwettett ©attungfinb eijrfu^t, £errfhfuht unb£abfucf)t,ttjeldfjc nicl)t mit bem Ungcßüm eines 2lffectS, fonbern mit ber 35e*(jarrlichfeit einet auf gewiffe 3wecfc angelegten SÖtarime üerbunbenfinb. Scnc fonnen erbitte (passioues ardentes), biefe, wie bet®cij, falte Seibenfhaften (frigidae) genannt werben. 2llle £ei=benfebaften aber finb immer nur oon Sftenfhen auf SOtenfhen, nichtauf Sachen gerichtete SJegierben, unb man fann gu einem fruchtebaren 2lder, ober bergleihen Äub, gwat gut 33enu|ung berfelbenviel Neigung, aber feine 2lffection, (weihe in ber Steigung gut®emeinfh«ft mit 2lnberen beftebt,) haben; oiel weniger einefeibenfhaft.
A.
23on ber greibeitSneiguttg als Seibenfhaft.
§. 80.
Sie ift bie beftigfte unter allen am Stafurmenfhen, in einemBufianbe, ba er eS nicht oermeiben fann, mit tlnberen in we<hfel ;fettige 2lnfpvühe gu fomtnen.
SSBer nur nah eines 21 nb er en SB ab l glücflih fein fann, (biefermag nun fo woblwollenb fein, als man immer will,) fühlt ftch mit9ted)t unglüeflih. Senn weihe ©ewäbrletflung bat er, baff feinmähtiger Stebenmenfh in bem Urtbeile über baS SBobl mit bemfeinen gufammenflimmen werbe? — Ser SBilbe, (noh nichtan Unterwürftgfeit ©ewofmte) fennt fein größeres Unglücf, als inbiefe gu geratben, unb baS mit Steht, fo lange noh fein offent-lidjeS ©efefc ihn fiebert; bis ihn Sifctplin allmdfjlig bagu gebulbiggemäht bat. Sähet fein 3uftanb beS beflänbigen .Krieges, in bertlbftcbt 2lnbere fo weit, wie möglich) oon ftch entfernt gu halten unbin SBüftcneien gerftreut gu leben. Sa baS Äinb, welheS ft'h nureben bem mütterlichen <£>ü) 00 %t entwunben hat, fhetnt, gum Un--terfd)iebe oon allen anberen gieren, bloS beSwegen mit lautem©efhrci in bie SBelt gu treten, weil eS fein Unocrmögen, ft'h feiner©liebmaßen gu bebienen, für 3wang anfiebt unb fo feinen 2£n-fprueb auf Freiheit, (wooon fein anbereS Sßier eine SSorßellung