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HI. JBud). 83om Scgctjrungäoccmogen. §. 75.
in gurdß gu geraden; benn biefe heißt Schüchternheit; fonbentMo? ein Bußanb unb jufdllige Si§pofition, mehrentheilä bloSBon for»crtid?en Urfachen abhdngenb, ftd) gegen eine plötzlich auf*ßoßenbe ©efahr nic&t gefaßt genug ju füllen, ©inem gelbherrn,
' bet im ©chlafrocf iß, inbem ihm bie unerwartete Annäherungbe$ geinbeS angefünbigt wirb, fann wol;l ba§ S3Iut einen Augen«blief in ben ^ergfammern ßoefen, unb an einem gewiffen ©eneralbemerfte fein Arjt, baß, wenn er ©dure im Sßagen tjatte, erflcinmüthig unb ßhüchtern war. ^»erjbaftigfeit ift aber blo§SEemperamentSeigenfchaft. Ser Sftuth bagegen beruht auf®runb=fdfcen unb ift eine SEugenb. Sie SSernunft reicht bem entfdhlof*fetten 9J?ann aläbann ©tdrfe, bie il;m bie iJtatur bisweilen oer*fagt. SaS ©rfchrecfen in ©efedßcn bringt fogar wohltätige AuS«leerungen heroor, weld;e einen ©pott, (ba§ .fperg nicht am redeten£>rt ju haben), fprichwörtlich gemacht haben; man will aber bewerbthaben, baß biejenigen SOtatrofen, welche, bei bem Aufrufe jumSchlagen, jum £5rte ihrer ©ntlebigung eilen, hernach bie muthigßenim ©efedjte finb. ©ben baS bewerbt man hoch auch an bem,Weiher, wenn ber ©toßfalb über ihm fchwebt unb jener ftd) jum®efccht gegen ihn anßhiebt.
©ebulb ift bemnach nidfst SDtuth- ©ie ijt eine weiblidjciEugenb; weil fte nict>t Jbraft gum SSBiberßanbe aufbictet, fonbern' ba§ ßeiben (Sutben) burd; ©ewohnheit unmerblich ju machenhofft. Ser unter bem chirurgifchen SKeffer ober bei (Sicht = unb©teinfehmerjen fchrcit, iß barum in biefem jäußanbe nicht feigober weichlich; e§ iß fo wie baS fluchen, wenn man im ©ebenan einen frei liegenben ©traßenßein (mit bem großen Bei;, baoonbaS SQBort liallucinari hergenommen,) ßößt, üielmehr ein 2Cu§brud>be§ BornS, in welchem bie Statur burdh ©efchrei baS ©toebenbeS S3lut§ am bergen gu gerßreuen beßrebt iß. — ©ebulb aberoon befonberer 2£rt bemeifen bie Snbianer in Ameriba, welbhe,trenn fte umgingelt finb, ihre SBaffcn wegwerfen unb, ohne umKarbon gu bitten, ftch ruhig nicberniacben laßen. Sß nun hiebeimehr fßluth, als bie ©uropder geigen, bie ftch in biefem ftaü bis