II. 23uci). SaS ©cftthl bcc Sufi unb Unluft. §. 62. 257
unb fo ftbie, oernünftiger SBeife jefet nod) ju tierboppelnbe ®esflrebung jum Söeffeven ju erfparen.
§. 61 .
(Sine 2 Crt fiel) 511 »ergnügen ifl jugleid) ßultur: nämltdjSSergvößerung ber gähigfeit, noch mehr SSergnügen biefer 2frt jugenießen; begleichen baS mit SOBiffenfchaften unb fronen fünftenijt. eine anbere Art aber ifl Abnutzung; weld;e uns beS fersneuen ©enuffeS immer weniger fafjig macht. Auf welchem SBegeman aber auch immer Vergnügen fudjen mag, fo ifl eS, wie be=wit 8 oben gefagt, eine £auptmarime, eS fich fo jusumeffen, baßman nod) immer bamit fteigen fann; benn bamit gefättigt ju fein,bewirft benjenigen efelnben Bußanb, ber bem oerwöhnten fDlenfdjenbaS Seben felbfl jur Saft madjt unb SBeiber, unter bem Stamen
ber SSapeurS, oerjehrt.-Sunger SDlenfcß! (ich wieberßole eS,)f)
gewinne bie Arbeit lieb; oerfage bir SSergnügen, nicht um ihnenjuentfagen, fonbertt, fo ötel als möglich, immer nur in fProfpect}u behalten. Stumpfe bie ©mpfänglichfeit für biefelbe nicht burch®enuß früßjeitig ab. Sie Steife beS Alters, welche bie (EntbehrungcineS jeben phpftfehen ©enuffeS nie bebauern läßt, wirb felbfl inbiefer Aufopferung bir ein Gapital jur Bufriebenheit juftchern, welches»cm Bufall ober bem Staturgefeh unabhängig ifl.
§• 62 .
SBir urtheilen aber auch id»cr SSergnügen unb Schnterj burchein höheres Sßohlgefallen ober SJtißfallen an unS felbfl (nämlichba§ moralifdje): ob wir uns bemfelben weigern ober überlaffen foHen
1) Ser ©egcnflanb fann angenehm fein, aber baS SSergnügenan bemfelben mißfallen. Saßer ber AuSbrucf oon einer bitterengreube. — Ser, welcher in mißlichen ©lücfSttmflänben iß unbnun feine (Eltern ober einen würbigen unb wohltätigen Anoerswanbten beerbt, fann nicht »ermciben, fich über ihr Abfterben ju
+) „(ief) micbcrßote cS,)" 3tifa| b. 2. 2(iWg.Äant [. SB. X.
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