224 Anthropologie. I. $£t)ei(. 2fntl)copo(. Sibaftif.
fo wirb er bod) burd) bie in manchen Säubern ergangenen (weifen!)AufwanbSgefefce fräftig widerlegt.
Ser .KleruS i)ä(t ben Saifer firenge unb beffänbig in fei,ner Unmünbigfeit. SaS Volf bat feine Stimme unb fein Urtfjeilin 2fnfef>ung beS 2BegeS, ben eS gum ^)immetreid) gu nehmenbat. ©S bebarf nicht eigener Äugen beS SRenfchen, um bafjin jngelangen; man wirb ihn fchon leiten, unb wenn ihm gleich heiligeSchriften in bie Hänbe gegeben werben, um mit eigenen Augengu fcljen, fo wirb er bod) gugletch non feinen Seitern gewarnt,„nichts AnbereS barin gu ftnben, als waS biefe barin gu finben»erftefjern, // unb überall ift med)anifd)e ^anbhabung ber SJfenfcfjenunter bem 9(cgimcnte 2fnbcrer baS ftcherffe Mittel gu SSefotgungeiner gefelglicben Srbnung.
©eiehrte laffen ftd) in Anfeljung ber hättSlidren Anordnungengemeiniglid; gern oon ihren grauen in ber Unmünbigfeit erhalten,
(Sin unter feinen Vüchern begrabener ©elehrter antwortete auf baS©efchrei eines Vebientcn, eS fei in einem ber Simmer geuer: „ihrwißt, baß bergleidjen Singe für meine grau gehören." — ©nblid) !fann auch oon Staats wegen bie fchon erworbene SRünbigfeiteines VerfchwenberS einen SfüdfaH in bie bürgerlibhe Unmünbigfeitnach fid) giehen, wenn er nach bem gefehlidjen ©intritt in bieSRajorennität eine Schwäche beS VerftanbeS in Abftcht auf bieVerwaltung feines Vermögens geigt, bie ihn alS Äinb oderVlöbjfinnigen barfiellt; worüber aber baS Urtfjeil außer bem gelbe berAnthropologie liegt.
§. 47. f)
©infältig (liebes), äfjnlid) einem nidjt gefiählten SJfefl'erober Veil, ijf ber, weldhem man nidjtS beibringen fann; ber gumSemen unfähig ift. Ser nur gum SKachaljmen gefchieft ift, heißtein ^5in fel; bagegen ber, welcher fetbft Urbeber eines ©cijteS« ober
t) Siefcr § hat in ber 1. AuOg. bie befonbere llebcrfebrift: „B. 5Conbem ©rabunterfehiebe in ber ©enuitb>>fcf)wäcbe."