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Anthropologie. I. S^eit. Anthtopol. SibaEtif.
Antßropologifche SSergleichung bet brei oberen ©rfennt-.
(Sin richtiger SSerftanb ij! ber: welcher nicht fowoht burch Sietheit ber begriffe fchimmernb iß, alg pielmehr burch Angemeffen:heit berfelben jur ©rfenntniß beg ©egenßanbeg, alfo jur Auffaffungber SBahrheit bag SSermögen unb biegertigfeit enthalt. Hßancher ISltenfch hot üicle SSegriffc im .Kopf,, bie inggefammt auf Aehtilid): {■feit mit bem, wag man uon il;m pernehmen will, hinauglaufenaber mit bem £)bject unb ber ©eßimmung beffelben bod) nicht}«-.treffen. @r fann ©egriffe pon großem Umfange hoben, ja outh y.pon bel;cnben ©egriffen fein. Ser richtige ©erßanb, welcher für I©egriffe ber gemeinen ©rfenntntß julangt, heißt ber gefunbe (für? '.£>aug Ißnreichenbe) Sßerßanb. @r fagt mit bem 3Ba<hmeifiet beiSuPenal: Quod sapio satis est mihi, non ego curo — esse quod -Arcesilas aerumnosique Solones. @6 perjletjt ftd) PPP fetber, baßbie-Jlafurgabe eineg blog geraben unb richtigen ©erßanbeg ffd) felbft, •>
in Anfel;ung beg Umfangeg beg il;m jugemufheten SSBiffeng, ein-fdjrdnfen, unb ber bamit ©egabte befdjeiben perfahren wirb.
SBenn unter bem SBorfe ©erßanb bag 33ermogen ber Erfennb i
niß ber Stegein (unb fo burch SScgriffe) überhaupt gemeint wirb, fe, .
baß er bag gan&e obere ©rfenntnißoernwgcn in fid) faßt, fo finb -j
barunter nicht biefenigeit Regeln ju per flehen, nach welchen bie 91 cp ]
tur ben SStenfchen in feinem ©erfahren leitet, wie eg bei ben burch t
Staturinßinct getriebenen Spieren gefdßeht, fonbern nur folche, bie \
er felbft macht.- 2Bag er blog lernt unb fo bem ©ebächtnijfe an= \
pertraut, bag perrichtet er nur ntechanifd) (nach ©efefsen ber repro-- j
buctiPen (Sinbilbunggfraft) unb ohne ©erßanb. ©in ffiebienter, bet j
blog ein ©ompliment nadh einer beßimmten ^onnel abjußatten hoh ?
braudpt feinen ©erßanb, b. i. er hot nicht notfjig, felbft ju benterr, 5
aber wohl, wenn er in Abmefenheit feineg fherrn beffen f;auSltd>c
nißoermogen mit einanber.§. 39.