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l. aSucfj- SJom ©rfcnntnijwermogen. §■ 38.
mifcn 'illter Ijinab, wenn er fid? am Seitfeil ber Sinnlichfeit führenl^t! 2Bir wollen iefst fehen, um wie oiel ober wenig er eS beffermache, wenn er unter bcr ^Beleuchtung beS SBerftanbeS feinen 2Beg»erfolgt.
Som ©rf enntnifiüermogen, fofern eS auf SSerftanbgegrünbet wirb.
©intheilung.
§. 38.
SSerfianb, als baS 83erm6gen ju benfen (burch ^Begriffefid) etwas borjujtellen), wirb auch baS obere ©rfenntnifwermogen,(jum Unterfchiebe oon ber Sinnlichfeit, als bem unteren,) genannt,barum, weil baS tßermogen ber 2(nfchauungen (reiner ober enupiri;fcfyer) nur baS ©injelne in ©egenftänben, bagegen baS ber ^BegriffebaS‘tlllgemeine ber §3orfteüungcn berfelben, bie Siegel, enthält, berbaS Sftannigfaltige ber finnlichen 2lnfchauungen untergeorbnet werbenmuß, um ©intjeit jur ©rfenntnifj beS SbjectS herborjubringen. —Vornehmer i|l alfo jwar freilich ber SSerftanb, als bie Sinnlich;feit, mit ber fiel) bie oerftanblofen S£f)icre nach eingepflanjten Sn;flincten fdjon notl;bürftig behelfen fonnen, fo wie ein SSolf ohneüberhaupt; jiatt beffen ein SDbcrhaupt ohne SSolf (33erftanb ohneSinnlichfeit) gar nidjtS oermag. ©S i(t alfo jwifchen beiben fein3lang(treit, obgleich ber ©ine als Oberer unb ber 2lnbere als Unte;rer betitelt wirb.
©S wirb aber baS SBort SSerjianb auch in befonberer 33c--beutung genommen: ba er nämlich als ein ©lieb ber ©inttjeilungmit jwei anberen bem SSerjlanbe in allgemeiner SBebeutung unter;georbnet wirb, unb ba bejlel;t baS obere ©rfenntnifoermogen (ma-terialiter, b. i. nicht für fid) allein, fonbern in 33ejiehung aufs ©r;fenntnifs ber ©egenfiänbe betrad;tet,) auS SSerßanb, UrtheilS;fraft unb 33ernunft. — Saßt unS je^t ^Beobachtungen über ben’üJten;fd)en artfiellcn, wie einer oon bem anberen in biefen ©emüth§gaben, obfrbeten gewohntem ©cbrauch ober SJiißbraud) unterfchiebcn ift, erfilichin einet gefunben Seele, bann aber auch in her ®cmüth»ftanfheit.