280 Äritif b. UrtheilSfraft. II- 5Efß- Ät. b- teleologifd)en Urt()ct[8fr.
t()umltrf?en Gefchaßenßeit berfetben, mithin nicht oom Sbjecte unbßiemit für jebeS erfennenbe SBcfcn, weit ich nicht bet jebem baSSenfen unb bie 2Tnfchauung, als jwei oerfdnebene Gebingungen betAusübung ihrer (Srfennfnißoermogen, mithin bet SDtoglidßeit unbSBirf-.licßfeit ber Singe oorauSfeßen ?ann. gut einen S3erßanb, bei bembiefer Unterfdßeb nid)t einträte, würbe eS'beißen: alle Sbjectc, biefd) erfenne, finb (erißiren); unb bie Sltoglicßfeit einiger, bie bed)nicht ertßirten, b. t. bie ßufäüigfeit bcrfelben, wenn fie erißiren, alfoauch bie baoon ju unterfcheibenbe Stotßwenbigfeit würbe in bie SSor:ßcllung eines fold)en SBefenS gar nicht foturnen fonnen. 8BaS um[crem S3erßanbe aber fo befcßwerlid; fällt, ber SSernunft h‘‘ er mitfeinen Gegrißen e§ gleich ju tßun, iß blo§: baß für ihn, al§ menfd)'-lichett 33erßanb, baSjenige überfd)wengli<h (b. i. ben fubjectioen S3.e*bingungen feines SrfenntnißeS unmöglich) iß, wa§ boch bie SSernunfta(§ jum Object gehörig gum fPrincip macht. — Riebet gilt nunimmer bie SJtarime, baß wir alle Objecte, ba wo ihr (Srfenntniß jba§ SSermögen beS 83erßanbeS überßeigt, nach ben fubjectioen, um (|ferer (b. i. ber menfchlicßen) Statur nothwenbig anhangenben SSe=bingungen ber Ausübung ihrer SSermögeh benfen; unb wenn bieauf biefe 2frt gefüllten Urteile, (wie e§ autß in tlnfehung ber übet;fdjwenglidjen Gegriße nicht anberS fein fann,) nicht conßitutioe fPrimcipien, bie baS Object, wie eS befeßaßen iß, beßimmen, fein fonnen,fo werben e§ hoch rcgulatioe, in ber ‘tfuSübung immanente unb freiere,ber menfdhlichen 3lbftcht angemeßene fPrincipien bleiben.
©o wie bie SSernunft in theoretifeßer ^Betrachtung ber Staturbie Sbee einer unbebingten Stotßwenbigfeit ißreS UrgrunbeS annef) :men muß; fo fefjt fie auch in praftifeßer ihre eigene (in 2(nfchuttgber Statur) unbebingte ßaufalität b. i. Freiheit oorauS, .inbem fiefich ihres moralifchen ®ebotS bewußt iß. SBeil nun aber hier bieobjectioe Stotßwenbigfeit ber £anblung, als ^fließt, berjenigen, biefie als Gegebenheit haben würbe, wenn ihr ®runb in ber Staturunb nicht in ber Freiheit (b. i. in ber SSernunftcaufalität) läge, ent=gegengefeht, unb bie moralifch = fchlechthin = nothwenbige§anblung pl; \y-fifdh als gang gufäHig angefeßen wirb, (b. i. baß baS, waS nothwenbig