II. 2f6t[)cil. Sialeftif b. tcfcologifctjcn UrtheilSfrafr. §. 76. 279
geben, ohne cS baburch hoch als ©egenftatib erfennen j« laffen,)würben beibe Wegfällen. 9?un bcrul)t aber alle unferc Untcifdjci-bung bcS btoS 53l6glid)en üont SBirflidjen barauf, baf baS erfievenur bie fPofition ber S3orftellung eines SingeS refpectio auf unferenJBcgriff unb überhaupt baS SSermögcn ju benfen , baS letztere aberbie ©efnmg beS SingeS an ftch felbfi (aufer biefem 33egriffe f))bebeutef. 2llfo ift bie Unterfcheibung möglidjcr Singe Don wirflicheneine folche, bie blo§ fubjcctiö für ben menfeblichen fBerfanb gilt,ba wir nämlich etwas immer noch in ©ebanfen tjaben fönnen, obcS gleich nicht ift, ober etwas alS gegeben unS »orftellen, ob wirgleich noch feinen SSegriff baoon haben. ~* c <*lfo: baf
Singe möglich fein fönnen, ohne wirflidh ju fein, baf alfo auS berblofen föloglichfeit auf bie SBirflichfeit gar nicht gcfchloffen werbenfonne, gelten ganj richtig für bie menfchliche S3ernunft, ohne barumju beweifen, baf biefer Unterfchieb in ben Singen felbfi liege. Sennbaf biefeS nidht barauS gefolgert werben fönne, mithin jene ©ä^ejroar alterbingS auch ®on Sbjccten gelten, fofern unfer ©rfenntnif;oermögen, als ftnnlich=bebingt, ftch auch mit ben Sbjecten ber ©innebefd;äftigt, aber nid;t oon Singen überhaupt, leuchtet au§ ber un=ablaflichen Sorberung ber Vernunft ein, trgenb ein ©twaS (ben Ur=grunb) als unbebingt nothwenbig ejrifiirenb anjunehmen, an welchemSDtbglichfeit unb 2Btrflid;feit gar nid)t mehr unterfd;ieben werbenfüllen, unb für welche Sbce unfer SSerfanb fd)led;terbmgS feinenS3egriff hat, b. i. feine 2lrt auSfinben fann, wie er ein fold;eS Singunb feine 2lrt ju ejeifliren ftch üorfellen folle. Senn wenn er eSbenft, (er mag eSbenfcn, wie er will,) fo ift e§ bloS als möglichoorgeftellt. 5ft er ftch beffen, als in ber 3lnfd;auung gegeben be=wuft, fo ift eS wirflich,' ohne fich I;tcbet irgenb etwas oon Sttög^lichfeit ju benfen. Salier tfl ber SSegriff eines abfolutnothwenbigenSBefenS jwar eine unentbehrliche fßernunftibee, aber ein für ben mcnfch=lidjen §3erfanb unerreichbarer problematifcher SBegriff. ©r gilt aberbod) für ben ©ebraud) unferer ©rfenntnifnermögen, nach ber eigen-
t) ®te SSovtc „(aufer biefem SBcgriffc)" ftnb Sufag ber 2. Tfuöej-