260 Äritif b. UrtfteilSfraft. II.Sfjl. Är.b. te(co(ogifd)enUrtl)cU$h\
y r t ©egenftdnbe 511 rcflectiren, bienen foll. 2 Clfo f)iit in Sejiefyungauf foldje galle bic rcflcctirenbe UrttjeitSfraft il)re 5)ta;cimen, utibjwar notfjwenbige, jum 58ef;uf ber (Erfenntnifj bet Staturgefefee inbet (Erfahrung, um üermittelft berfelben ju ^Begriffen ju gelangen,füllten biefe auch SSernunftbegriffc fein; wenn fie foldjer burcf)au§bebarf, um bie Statur nach ihren empirtfeben ©efeljen btoS fennenju lernen. — Swifchen biefen nothwenbigen SOtajcimen ber reflectnvenben UrfbcilöFraft fann nun ein 2 Biber|frcit, mithin eine Antinomie(Statt ftnben; worauf fich eine £)ialeftif grünbet, bic, wennjebeoon jwei einanber wiberflreitcnben Sftatimen in ber Statur berfenntnifwermogen ihren, ©runb bat, eine natürliche ©iateftif genanntwerben fann unb ein unoermeibtichcr Schein, ben man in ber dfritifentblöfen unb auflöfen mup, bamit er nicht betrüge.
§• 70.
SSorftcffung biefer Antinomie.
Sofern bie 33ernunft e§ mit ber Statur, als Inbegriff ber ®e<genjfdnbe äußerer Sinne, ju fl;un Ijat, fann fie fiel) auf ©efefeegrünben, bie ber SSerjfanb theilS felbfi a priori ber Statur üorfcfyreibf,tljeitS burd) bie in ber (Erfahrung oorfommenben empirifcfyen tBe--fiimmungen ins Unabfehliche erweitern fann. tlnwenbung bererjtcren tfrt non ©efetjen, nämlich ber allgemeinen ©efetjef) bermateriellen Statur überhaupt, braucht bie UrtheilSfraft fein befonbereSfPrincip ber Stcfleyion; benn ba ift fie beftimmenb, weil ihr einobjectioeS fPrincip burch ben SSerftanb gegeben ift. tlber waS biebefonberen ©efetje betrifft, bie unS nur burch (Erfahrung funb werbenfonnen, fo fann .unter ihnen eine fo grofje SJtannigfaltigfeit unb Umgleichartigfeit fein, baff bie UrtheilSfraft fiel? felbjt jum ^rincip bienenmuß, um auch nur in ben (Erlernungen ber Statur nach einem©efe^e ju formen unb e§ auSjufpähen, inbem fie ein folcfreS jumSeitfaben bebarf, wenn fie ein jufammenhangenbeS (ErfahnmgSer=
f) 1. ttuSg.: „nämlich ben allgemeinen ber materietlcn Staturt'crfjaur>t"