©ioleftif ber teleologifctjen Urtfyeitefraft.
§. 69.
Sffiaö eine Antinomie bet Urtfjcilöfvaft feil
© te b e ft i m nt e n b e Urti)cil§fraft ^at für ftch feine fpriticipien,welche ©egriffe uon £)bjecten grünben. ©ie ift feine ‘Kuto-notnie; benn fie fubfumirt nur unter gegebenen ©efefcen ober SSt-griffen, als ^rincipien. (Sben barum ifi fie auch feiner ©efahrtf>rer eigenen Antinomie unb einem SBiberjfreit ihrer ^Principien auS=gefegt, ©o war bie franSfcenbentale UrtheilSfraft, welche bie SSe*bigungen, unter Kategorien ju fubfumiren, enthielt, für ftch nid;tnomothetifch; fonbern nannte nur bie Sßebingungen ber ft'nnlichenTlnfchauung, unter welchen einem gegebenen {Begriffe, als ©efeljebeS SSerftanbeS, 9?ealitat (Tlnwenbung) gegeben werben fann, worüberfie niemals mit fich felbfl in Uneinigfeit (wenigjfenS ben 9)rincipiennach) gerathen fonnte.
Mein btc reflectirenbe UrtheilSfraft foll unter einem ©efe^efubfumiren, welches nod) nid)t gegeben unb alfo in ber Sf;at nurein9)rincip ber Steflerion über ©egenfiänbe ift, für bie e§ unS objectiögdnjlid) an einem ©efefse mangelt, ober an einem 33egriffe oomDbject, ber jum §)rincip für öorfommenbe Salle hinreichenb wäre.Sa nun fein ©ebraud) ber ©rfenntnifoermogen ohne ^Ocinctpienoerjlattet werben barf, fo wirb bie reflectirenbe UrtheilSfraft in folgenSüllen il;r felbft jum ^Prindp bienen müffen; welches, weil eS nidjtobjectio ift, unb feinen für bie 2lbfid)t hinreichenben ©rfenntnifgrunbbeS SbjectS unterlegen fann, als bloS fubiectioeS fprincip, jumjwecfmäfjigen ©ebrauche ber ©rfenntnifwermogen, nämlich über eine
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